Technik

1 - In-vitro-Fertilisation

Um dieses Verfahren durchzuführen, müssen von dem Paar Embryonen mittels In-vitro-Fertilisation (IVF) gewonnen werden, selbst wenn kein Sterilitätsproblem besteht.

2 - Embryo-Biopsie

Diese erfolgt am dritten Tag nach der Insemination, wenn sich der Embryo im 6-10-Zell-Stadium befindet. Dabei werden eine oder zwei Zellen des Embryos extrahiert, ohne dass seine normale Entwicklung dadurch beeinträchtigt wird. Über einen an ein Mikroskop gekoppelten Laser erfolgt eine Dissektion der Außenhülle des Embryos (Zona pellucida) und die Biopsie. Nach erfolgter Biopsie wird der Embryo bis zu seinem Transfer (5. Tag) weiter kultiviert.

 

3 - Analyse zur genetischen Diagnostik

Die gewonnene Biopsie wird mit Hilfe der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) oder Polymerasekettenreaktion (PCR) je nach Pathologie, die zu untersuchen ist, für die Analyse aufbereitet.

FISH

Mit der zytogenetischen Analyse der Interphasekerne ist es uns möglich, sowohl nummerische als auch strukturelle Chromosomenveränderungen festzustellen. Bei der FISH-Technik werden für das zu analysierende Chromosom spezifische DNA-Sonden eingesetzt. Auf diese Weise können die analysierten Chromosomen gezählt und mögliche Aneuploidien (fehlende oder überzählige Chromosomen) festgestellt werden.

Im Fall der chromosomalen Umstrukturierung werden nur die Chromosomen analysiert, bei denen eine Umstrukturierung stattfindet. Im Aneuploidie-Screening bei IVF-Patienten werden die Chromosome 13, 15, 16, 18, 21, 22, X und Y analysiert. Dabei kann eine hohe Prozentzahl der Anomalien festgestellt werden.

FISH of interphase nuclei for chromosome 13, 16, 18, 21, 22 and 15 and sex chromosomes FISH of interphase nuclei for chromosome 13, 16, 18, 21 and 22
FISH bei Interphasekernen für die Chromosomen 13, 16, 18, 21 und 22 (rechtes Bild) sowie 15 und Gonosomen (linkes Bild)

PCR

Zur Diagnose von monogenen Erbkrankheiten wird die PCR-Technik eingesetzt. Mit Hilfe dieses Verfahrens wird die Präsenz des veränderten Gens festgestellt, indem spezielle DNA-Sequenzen verstärkt werden.

Die diagnostische Effizienz der PDI-Technik beträgt etwa 95%.

4 - Embryonentransfer

Das Ergebnis der genetischen Analyse und die Lebensfähigkeitseigenschaften der Embryonen werden für die Entscheidung herangezogen, welche Embryonen transferiert werden. Falls es überzählige lebensfähige Embryonen gibt, die nicht in diesem Zyklus transferiert werden sollen, werden diese für spätere Zyklen kryokonserviert.

Nach einem PID-Zyklus wird die Durchführung einer Pränataldiagnostik in den ersten Schwangerschaftswochen empfohlen.

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