Worin besteht die Insemination?

Bei der künstlichen intrauterinen Insemination handelt es sich um eine einfache, schnelle Technik (sie dauert nur wenige Minuten), die praktisch schmerzlos ist. Sie wird während der Sprechstunde durchgeführt und erfordert keine Aufnahme in die Klinik oder Anästhesie.

Eine einzige Insemination pro Zyklus reicht aus, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgt; das heißt im Moment der Ovulation. Dazu ist es unbedingt erforderlich, eine Reihe von Ovulationskontrollen per Ultraschall sowie eine Urin- oder Blutanalyse durchzuführen, sodass der Tag des Eisprungs mit höchster Genauigkeit bestimmt werden kann.

Samenprobe

Am Tag der Insemination wird die Samenprobe genommen. Dabei sind die folgenden Regeln zu beachten:

  • 3-5 Tage vor der Gewinnung der Probe sexuelle Abstinenz.
  • Der Samen muss durch Masturbation gewonnen werden und in einem sterilen Becher mit breiter Öffnung (wie die Becher für Urinproben) abgegeben werden; dieser Becher muss dem Mann vorher überreicht werden oder er muss ihn in einer Apotheke kaufen.
  • Es ist wichtig, das gesamte Ejakulat zu sammeln, ohne dass ein Teil des Samens verloren geht.
  • Die Probe kann auch in der Klinik genommen werden, hier gibt es speziell dafür eingerichtete Räumlichkeiten. Wenn die Probe außerhalb der Klinik gewonnen wird, muss sie spätestens eine Stunde danach im Andrologielabor abgegeben werden.
  • Bei der Abgabe der Probe muss angegeben werden, welche Medikamente eingenommen werden und ob man einen fieberhaften Infekt hatte.

Ist die Probe im Labor eingegangen, wird sie per Dichtegradientenverfahren aufbereitet, wodurch die Spermatozoen mit der größten Motilität ausgewählt werden können. Diese endgültige Spermatozoensuspension (0,2 ml) wird für die Insemination verwendet und in das Innere des Uterus der Frau eingebracht.

Wenn aufgrund von außergewöhnlichen Umständen vorauszusehen ist, dass der Mann am Tag der Insemination keine Samenprobe abgeben kann, ist es ratsam, dies dem Gynäkologen mitzuteilen, um die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, vor dem Inseminationszyklus eine Samenprobe einzufrieren.

Der Prozess des Einfrierens und Auftauens könnte die Lebensfähigkeit einiger Spermatozoen beeinträchtigen. Deshalb empfiehlt sich die Kryokonservierung von Samenproben, die eine schwerwiegende Oligoasthenozoospermie aufweisen, nicht. Das Einfrieren muss, mindestens 3 bis 5 Tage vor der Insemination erfolgen und zur Vermeidung einer Kontamination der Probe müssen vorher prophylaktisch Antibiotika verabreicht worden sein.
 

Nach der Insemination

Nach der Insemination bewahrt die Frau 10-15 Minuten Ruhe. An diesem Tag wird eine ruhige Lebensweise empfohlen, kein Bad zu nehmen und keinen Geschlechtsverkehr zu haben. Am nächsten Tag kann die Frau ihr normales Leben wieder aufnehmen, wobei sie große Anstrengungen vermeiden sollte.

Gelegentlich kommt es an den Tagen nach der Insemination zu einem geringen Blutverlust oder leichten Bauchschmerzen, die keinerlei Bedeutung haben, sofern sie nur leicht sind.

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