Homologe künstliche Insemination

Einführung

Bei der homologen Insemination handelt es sich um eine assistierte Reproduktionstechnik (ART), mit der ein Zusammentreffen der Spermatozoen und der Eizelle ermöglicht werden soll. Normalerweise müssen die Spermatozoen, nachdem sie während des Geschlechtsverkehrs in die Vagina eingebracht wurden, den gesamten weiblichen Genitaltrakt durchqueren, um die Eileiter zu erreichen und zur Eizelle zu gelangen. Bei der künstlichen Insemination werden sie direkt in das Innere des Uterus (der Gebärmutter) eingebracht (intrauterine Insemination); das heißt, viel näher an die Eileiter. Dadurch verringert sich die Strecke bis zum Ort der Befruchtung.

Diese Art der Insemination ist angezeigt bei:

  • Veränderungen der Qualität und/oder Quantität der Spermatozoen.
  • Veränderungen des Gebärmutterhalses, die den Durchlass der Spermatozoen von der Vagina ins Innere des Genitaltraktes verhindern.
  • Situationen, in denen sich kein Grund für die Unfruchtbarkeit des Paares finden lässt (unbekannte Unfruchtbarkeit).

In allen Fällen ist eine stimulierende Behandlung der Ovulation angezeigt, um sicherzustellen, dass eine korrekte Ovulation erfolgt. Diese Behandlung bringt gewisse Risiken mit sich (siehe Komplikationen), die Möglichkeiten für einen Erfolg sind allerdings größer.

Faktoren wie das Alter der Frau und die mögliche Existenz anderer Ursachen, die ihre Fertilität beeinträchtigen, haben Einfluss auf das Endresultat. Deshalb ist es häufig erforderlich, mehr als einen Zyklus durchzuführen, damit es zu einer Schwangerschaft kommt.

Generell werden 3-4 Inseminationszyklen empfohlen. Wenn ein Zyklus nicht zum Erfolg geführt hat, ist es wichtig, eine Überprüfung und die erforderlichen Veränderungen vorzunehmen (die Dosis variieren, strengere Kontrollen ...). Wenn trotzdem keine Schwangerschaft zustande kommt, muss man die mögliche Existenz sonstiger Anomalien und/oder das Ausweichen auf andere assistierte Reproduktionstechniken (ART) in Betracht ziehen.

Voraussetzungen für die Durchführung der Insemination

  •  Vollständige gynäkologische Untersuchung
  •  Ergänzende Untersuchung, um eine assoziierte Pathologie auszuschließen, die eine Schwangerschaft erschwert oder verhindert.

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