Stimulierung des Eisprungs und Überwachung

Die Eizellen entwickeln sich im Inneren der Follikel. Dies sind kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Taschen bzw. Zysten, die sich in den Eierstöcken bilden.

Während der Behandlung wird täglich per transvaginaler Ultraschalluntersuchung die Anzahl der entwickelten Follikel sowie deren Größe gemessen. Die Eizellen sind im Ultraschall nicht sichtbar, da sie mikroskopisch klein sind.

Die Follikel produzieren ein Hormon, das so genannte Östradiol, das mit dem Wachstum der Follikel ansteigt.

Die Östradiolproduktion wird regelmäßig per Blutanalyse gemessen. Es ist wichtig, dass das Ergebnis noch am gleichen Tag vorliegt, damit die Reaktion auf die Stimulation gemessen werden kann.

Anhand der durchgeführten Ultraschalluntersuchung und Hormonanalyse wird die Behandlungsdosis bestimmt, die auf der Grundlage der Ergebnisse von Tag zu Tag unterschiedlich sein kann. Das Östradiol erhöht sich jeden Tag schrittweise bis zu dem Moment, an dem die Extraktion der Eizellen erfolgt. Es gibt keinen konstanten Östradiolwert, sondern er schwankt erheblich bei jeder Frau.

Dank der täglichen Ultraschall- und Hormonkontrollen ist es möglich, die Entwicklung der Follikel zu beurteilen und den Augenblick zu bestimmen, der für die Extraktion der Eizellen am günstigsten ist.

In bestimmten Fällen können in Übereinstimmung mit der angezeigten Behandlung auch Reihenanalysen des Urins durchgeführt werden. Diese Analysen dienen dazu, den Wert des Hormons (LH) zu bestimmen, das für den Eisprung verantwortlich ist. Wird ein LH-Anstieg festgestellt, deutet dies auf den Beginn eines spontanen Eisprungs hin und es ist eine Entscheidung zu treffen, ob der Zyklus abgebrochen oder der aktuelle Plan geändert werden soll.

Abbruch eines IVF-Zyklus

12 % der IVF-Zyklen werden aus verschiedenen Gründen in Zusammenhang mit einer schlechten Reaktion auf die Stimulation abgebrochen.

Darunter finden sich am häufigsten:

  • das Entstehen nur weniger Follikel (schwache Reaktion).
  • ein niedriger oder unregelmäßiger Hormonspiegel, was darauf hinweist, dass die Eizellen, die man erhalten wird, nicht von guter Qualität sind.
  • ein vorzeitiger Eisprung, wodurch es nicht möglich ist, den geeigneten Zeitpunkt für die Extraktion der Eizellen exakt zu bestimmen.

In den meisten Fällen kann man nach einer Ruhephase von einigen Monaten durch die Aufnahme einer neuen Behandlung oder die Änderung der bestehenden Behandlung den Versuch eines neuen IVF-Zyklus starten.

Es hat sich gezeigt, dass Paare mit einer besseren sozialen, familiären und emotionalen Einbindung eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Empfängnis und Zufriedenheit mit der Behandlung haben.

Aus diesem Grund bietet unser reproduktionsmedizinischer Dienst ein Programm für psychosomatische Medizin, das den Paaren dabei Hilfe bietet, die Probleme mit der Unfruchtbarkeit und ihrer Behandlung besser anzugehen.

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