Kryokonservierung von Embryonen

Die Kryokonservierung von Embryonen ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Behandlungsweise der assistierten Reproduktion, denn auf diese Weise können die Embryonen für eine spätere Verwendung konserviert werden. Sowohl Paare, die beim ersten Zyklus keine Schwangerschaft erreicht haben, als auch solche, die es geschafft haben und später eine zweite Schwangerschaft wünschen, können davon profitieren.

In den IVF-Zyklen erfolgt sie, um die überzähligen Embryonen nach dem Embryonentransfer aufzuheben oder, wenn aus verschiedenen Gründen (medizinische Kontraindikation usw.) kein Embryonentransfer möglich war, sämtliche gewonnenen Embryonen zu konservieren. Außerdem greift man auch in bestimmten Fällen bei erhaltener Fruchtbarkeit auf diese Technik zurück.

Für die Kryokonservierung von Embryonen kommen sowohl Embryonen im Zygotenstadium (1. Tag der Entwicklung) als auch im Zell-Stadium (2. oder 3. Tag der Entwicklung) in Frage. Es besteht außerdem die Option der Kryokonservierung im Blastozystenstadium (5., 6. oder 7. Tag).

ZYGOTEN
Die Kryokonservierung von Zygoten bietet gute Überlebensresultate (70 % - 100 %), wobei Schwangerschaftsraten um 30 % erreicht werden. Sie wird gewöhnlich bei Zyklen mit gespendeten Eizellen eingesetzt, in denen die Zyklen der Spenderin und der Empfängerin nicht synchron sind. In diesen Fällen übersteigen die Schwangerschaftsraten 40 %.

ZELLEN (2./3. Tag)
In einem IVF-Zyklus wird am häufigsten das Zell-Stadium für die Kryokonservierung von Embryonen verwendet. Beim Einfrieren und Auftauen kann es zur Lysis einer oder aller Zellen des Embryos kommen. Diejenigen Embryonen, bei denen mindestens 50% der Zellen überleben, werden als für den Transfer geeignet erachtet.

Embryo with 4 cells (D+2) pre- and post-thawing Embryo with 4 cells (D+2) pre- and post-thawing

Embryo mit 4 Zellen (2. Tag) vor und nach dem Auftauen. Auf dem zweiten Bild kann man 3 intakte und eine aufgelöste Zelle erkennen. Überlebensrate 75 %.

3 intact cells and one lysed cell are shown

Der Erfolg der Technik hängt sowohl von der Qualität der Embryonen als auch von deren Fähigkeit ab, das Verfahren der Kryokonservierung zu überstehen. Die durchschnittliche Überlebensrate liegt bei etwa 80 %. Die Schwangerschaftsraten betragen um die 30-35 %.

BLASTOZYSTEN
Die Kryokonservierung von Blastozysten wird nur dann durchgeführt, wenn sich die In-vitro-Kultivierung der Embryonen auf 5 bis 7 Tage verlängert. In diesen Fällen liegen häufig nicht viele überzählige Embryonen vor, die eingefroren werden sollen, weil nicht alle Embryonen das Blastozystenstadium erreichen (Blastozystenrate 45-50 %)

Die erste Schwangerschaft mit Hilfe eines Transfers von eingefrorenen Embryonen in unserem Land gelang im Jahr 1987 im Institut Universitari Dexeus.

Nach zwei Jahrzehnten Erfahrung mit dem Einfrieren von menschlichen Embryonen hat sich gezeigt, dass diese Technik kein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt oder Fehlbildung bedeutet.

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