Was wissen Sie über das polyzystische Ovarialsyndrom?

Was wissen Sie über das polyzystische Ovarialsyndrom?

05/04/2017

Was wissen Sie über das polyzystische Ovarialsyndrom?

Generell besteht eine gewisse Verunsicherung zu diesem Thema. Zunächst scheint der Name auf das Vorliegen mehrerer Zysten im Eierstock hinzudeuten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Zysten, sondern Follikel, d. h. Eizellen im Entwicklungsstadium. Außerdem ist der Begriff sehr gebräuchlich, weil bei vielen jungen Mädchen Eizellen mit „polyzystischem Aussehen” vorliegen, die eine normale Funktion aufweisen. Das liegt daran, dass ihre Eierstöcke noch nicht vollständig ausgereift sind. Daher verschwindet das Problem in diesen Fällen im Laufe der Zeit. Unter „polyzystischem Ovarialsyndrom” versteht man eine endokrine Störung, die viel komplexer ist und der ein hormonelles Ungleichgewicht zugrunde liegt. Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie diesen Blog.

  • Wo liegt die Ursache?
    Das weiß man nicht genau, man geht jedoch von mehreren Faktoren aus.
  • Kann eine unregelmäßige Periode ein Symptom sein?
    Ja, aber um die Diagnose zu bestätigen, müssen mindestens zwei von drei Voraussetzungen erfüllt sein: unregelmäßige Monatsblutungen, ein erhöhter Anteil an männlichen Hormonen (Androgenen) und polyzystische Ovarien.
  • Kann es die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?
    Ja, weil ein normaler Eisprung erschwert wird.
  • Haben betroffene Frauen männliche Wesenszüge?
    Nicht alle. Aber die Tatsache, dass ein erhöhter Anteil an männlichen Hormonen vorliegt, kann zu vermehrter Körperbehaarung an bestimmten Körperstellen, Akne oder Haarausfall führen.
  • Stimmt es, dass man zunehmen könnte?
    Ja, weil dies auf genetischer Ebene Unregelmäßigkeiten mit sich bringt, die dieses Problem begünstigen, wie auch die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken.
  • Lässt es sich mit hormonellen Verhütungsmitteln behandeln?
    Ja, allerdings nicht heilen. Die Hormonbehandlung hebt lediglich die Aktivität der Eierstöcke auf, woraufhin die Symptome verschwinden.
  • Kann es durch die Geburt eines Kindes verschwinden?
    Nein, die Symptome können jedoch durch die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft und durch die Geburt gelindert werden.
  • Wenn ich ein Baby möchte, sollte ich dann einige Monate nach Absetzen der Hormonbehandlung warten, bevor ich es versuche?
    Nein, am besten beginnen Sie sofort, da Ihr Fortpflanzungssystem nach der Hormonbehandlung am besten reguliert ist.
  • Muss man vermehrt auf die Ernährung achten?
    Ja, es empfiehlt sich eine proteinreiche, pflanzliche Ernährung sowie der Verzicht auf Kohlenhydrate und Zucker. Wenden Sie sich an einen Facharzt für Endokrinologie und einen Ernährungsberater.

 

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