Kersti Lundin, Vorsitzende von ESHRE, wurde der akademische Studiengang des 18. Masterstudiengangs in assistierter Reproduktion von Frauengesundheit Dexeus und der UAB eröffnet

Kersti Lundin, Vorsitzende von ESHRE, wurde der akademische Studiengang des 18. Masterstudiengangs in assistierter Reproduktion von Frauengesundheit Dexeus und der UAB eröffnet

29/09/15

Frauengesundheit Dexeus hat am Montag dieser Woche die Eröffnung des 18. Masterstudiengangs in Reproduktionsbiologie und Techniken der assistierten Reproduktion beim Menschen gefeiert, der gemeinsam mit der Autonomen Universität von Barcelona (UAB) angeboten wird. Bei der im Auditorium von Dexeus abgehaltenen Eröffnungsfeier war die Vorsitzende der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) Dr. Kersti Lundin anwesend. Sie kündigte die Eröffnungskonferenz mit dem Titel „Physiologische Aspekte der Embryonenwahl“ an.

Kersti Lundin, Vorsitzende von ESHRE, wurde der akademische Studiengang des 18. Masterstudiengangs in assistierter Reproduktion von Frauengesundheit Dexeus und der UAB eröffnetDank der Arbeit von Fachkräften wie Lundin hat sich ihr Heimatland Schweden zu dem Gebiet mit der längsten Tradition im Hinblick auf den Transfer eines einzigen Embryos, entwickelt. Dadurch haben sich Mehrfachschwangerschaften im Anschluss an eine assistierte Reproduktion deutlich verringert. „In Schweden haben wir mit circa 5 – 6 % die niedrigsten Raten von Mehrfachschwangerschaften der Welt und das, obwohl wir eine der höchsten Geburtenraten in Europa besitzen“, bestätigte Dr. Lundin. Sie fügte hinzu: „Die Motive sind vielfältig: die didaktischen Bemühungen, um den Patientinnen die Vorteile der Implantation eines einzigen Embryos zu erklären, ein öffentliches System, durch das mehrere Zyklen der assistierten Reproduktion abgedeckt werden, und eine klinische Umgebung, in der wir kontinuierlich dazulernen und uns verbessern”.

Dr. Lundin richtete sich mit der folgenden Überlegung an die künftigen Masterstudenten: „Für die Zukunft der assistieren Reproduktion sehe ich einen freundschaftlicheren Ansatz im Umgang mit den Patientinnen, mit sanften hormonellen Stimulationen, weniger Kontrollen und außerdem mehr Raum zur Beteiligung. Die Patientinnen möchten stärker bei der Entscheidungsfindung mitwirken.“

Weitere Teilnehmer waren Josep Santaló und Francesca Vidal, Mitglieder der Abteilung für Zellbiologie der UAB und Lluís Tort, Vizerektor für Strategische Projekte und Planung der UAB sowie Montse Boada, Direktorin der Labore für assistierte Reproduktion von Frauengesundheit Dexeus und Anna Veiga, Wissenschaftliche Direktorin (F+E) der Biologieabteilung von Frauengesundheit Dexeus, von der die Veranstaltung abgeschlossen wurde.

Das Masterstudium erreicht die Volljährigkeit

In diesem Jahr gibt es den Masterstudiengang in Reproduktionsbiologie und Techniken der assistierten Reproduktion beim Menschen zum 18. Mal. Dabei gibt es Neuerungen im Hinblick auf seine Internationalität. Das Ziel, das zu seiner Entstehung geführt hat, bleibt jedoch gleich: angesichts fehlender ordentlicher angewandter und Grundlagenstudiengänge zu Sterilität und Techniken der assistierten Reproduktion beim Menschen eine Bildungsnische zu füllen.

Durch die experimentelle Entwicklung in Bezug auf die Techniken der assistierten Reproduktion ist in den vergangenen Jahren immer deutlicher geworden, wie wichtig es ist, spezielle Bildungsprogramme für künftige Fachkräfte auf diesem Gebiet zu schaffen. Zu diesem Zweck haben sich die UAB und Frauengesundheit Dexeus zusammengeschlossen.

So entstand im Jahr 1997 dieser Masterstudiengang auf Initiative der Biologieabteilung innerhalb der Abteilung für Reproduktionsmedizin des Fachbereichs für Geburtshilfe, Gynäkologie und Reproduktion von Frauengesundheit Dexeus, in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich für Zellbiologie, Physiologie und Immunologie der UAB, die bis heute die Dozenten für den Studiengang stellen.

In den ersten Jahren bestand der Masterstudiengang aus zwei akademischen Jahren und die Zahl der Studierenden betrug 5 pro Förderung. Seit dem Jahrgang 2007 - 2008 wurde das Angebot auf 10 Studierende pro Studienjahrgang erweitert. Seit dem vergangenen Jahr gibt es mit dem Master International eine neue Möglichkeit. Dabei wird die Ausbildung der Studierenden in Barcelona durch Praktika in anderen Partnerzentren im Ausland ergänzt. Auf diese Weise können die Studierenden das gleiche Bildungsprogramm durchlaufen und gleichzeitig ihren Horizont erweitern und ein weiteres Zentrum kennenlernen. Bis dato besteht diese Möglichkeit des Master International in Zusammenarbeit mit zwei namhaften Zentren für assistierte Reproduktion in Brasilien und Argentinien. Es ist jedoch vorgesehen, dass die Zahl der Partnerzentren steigen soll, sodass die Zahl der angebotenen internationalen Plätze zunehmend aufgestockt werden kann.

Außerdem bietet Frauengesundheit Dexeus seit 2011 gemeinsam mit der UAB ein Postgraduiertendiplom für die Aktualisierung der Techniken der assistierten Reproduktion beim Menschen an, das verschiedene Praktikumstudierende sowohl von der UAB als auch von der UPF (Universität Pompeu Fabra) aufnimmt.

 

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