Erhöht das Einfrieren von Eizellen die Chance auf eine Schwangerschaft?

Die Schwangerschaftsrate bei Frauen, die ihre zuvor eingefrorenen Eizellen verwenden, liegt bei über 60%

01/06/18

Die Schwangerschaftsrate bei Frauen, die ihre zuvor eingefrorenen Eizellen verwenden, liegt bei über 60 %

Bei einem jungen Paar, das keine Probleme mit der Fruchtbarkeit und regelmäßig Geschlechtsverkehr hat, besteht jeden Monat eine Chance von höchstens 25 %, dass es zu einer Schwangerschaft kommt. Im Laufe der Jahre und insbesondere ab einem Alter von 35 sinken bei der Frau allmählich die Chancen, da die Eizellen altern und deren Qualität abnimmt. Ab einem Alter von 42 Jahren schaffen es nur 5 %, auf natürlichem Wege schwanger zu werden und selbst wenn, ist das Risiko sehr hoch, dass es zu einer Fehlgeburt kommt oder dass das Kind mit Chromosomenveränderungen geboren wird. Deshalb ist es für Frauen, die sich ein Kind wünschen, der richtige Zeitpunkt dafür jedoch noch nicht gekommen ist, eine gute Option, die Eizellen zu konservieren. Inwiefern erhöht jedoch diese Reserve die Chance auf eine Schwangerschaft in der Zukunft?

Um das herauszufinden, hat ein Forscherteam der Abteilung für Reproduktionsmedizin bei Dexeus Mujer eine retrospektive Studie durchgeführt. Dazu wurden mehr als 300 Frauen im Alter von 37,6 ± 2,8 Jahren beobachtet, die zwischen 2009 und 2017 ihre Eizellen in unserem Zentrum eingelagert haben, weil sie erst später Mutter werden wollten. Während dieser Zeit kamen 71 Frauen zu uns, weil sie sich ein Kind wünschten, jedoch nur 47 % von ihnen verwendete zu diesem Zweck die zuvor eingefrorenen Eizellen. 28 % der Frauen zogen es vor, sie nicht aufzutauen und eine in-vitro-Fertilisation (IVF) oder künstliche Insemination mit frischen Eizellen durchführen zu lassen. 25 % dieser Patientinnen wurden letztlich spontan schwanger.

Aus der Gruppe der Frauen, die ihre eingefrorenen Eizellen verwendeten, wurde mehr als die Hälfte beim ersten Versuch erfolgreich schwanger, während es bei vier Frauen zu einem spontanen Abbruch kam. Die akkumulierte Schwangerschaftsrate in dieser Gruppe (in der Summe der Resultate aller durchgeführten Zyklen) lag bei über 60 %. Im Gegensatz dazu lag die Schwangerschaftsrate bei denen, die sich dazu entschieden, ihre Eizellen nicht aufzutauen und frische Eizellen zu verwenden, bei 38 %. Den Forschern zufolge ist diese niedrigere Schwangerschaftsrate auf den Altersfaktor zurückzuführen und dies bestätigt, dass es die Chancen auf eine spätere Mutterschaft erhöht, wenn die Frau über eine Reserve jüngerer Eizellen verfügt.

 

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