Assistierte Reproduktion: neue Forschungen

Dexeus Mujer betreibt Forschung für bessere Optionen gegen Unfruchtbarkeit

17/07/18

Dexeus Mujer betreibt Forschung für bessere Optionen gegen Unfruchtbarkeit

Bei Frauen kann es aus verschiedenen Gründen zu Unfruchtbarkeit kommen: bei Erreichen bzw. weitem Überschreiten des 40. Lebensjahres, geringer Eierstockreserve, vorzeitiger Menopause oder schlechtem Ansprechen auf die hormonelle Stimulationsbehandlung.

Planen Frauen ihren Kinderwunsch schlecht?
Das Problem liegt nicht so sehr in der Planung, sondern in einem Mangel an Information. Die Qualität der Eizellen einer Frau nimmt ab dem 36. Lebensjahr rapide ab.

Was versteht man unter „Eierstockreserve”?
Mit diesem Begriff wird sowohl die Quantität der antralen Follikel in den Eierstöcken als auch deren Qualität bezeichnet. Generell ist die Qualität direkt vom Alter abhängig. Je jünger die Frau, desto besser ist die Qualität.

Mit welchen Tests lässt sich die Eierstockreserve feststellen?
Eine einfache Blutuntersuchung und eine transvaginale Ultraschalluntersuchung reichen aus, um eine Zählung der antralen Follikel durchzuführen und mögliche Erkrankungen des Reproduktionsapparats festzustellen, die sich erschwerend auf eine Schwangerschaft auswirken könnten, wie beispielsweise Missbildungen, Polypen, Myome usw.

Wann geht man davon aus, dass eine Frau eine „niedrige Eierstockreserve” hat?
Im Allgemeinen gelten eine Anzahl von bis zu 4 Eizellen pro Eierstock bzw. insgesamt 7 für beide und ein niedriger Anti-Müller-Hormonspiegel (AMH) als Indikatoren für eine niedrige Reserve.

Wie wirkt sich das auf die Chancen einer Schwangerschaft aus?
Weniger Eizellen mindern die Chance auf eine Schwangerschaft, da sich bei einer geringeren Anzahl und möglicherweise zusätzlich fortgeschrittenem Alter das Risiko erhöht, dass einige davon Chromosomenanomalien aufweisen.

Welche Verbesserungen können wir in Zukunft von der Forschung erwarten?
Aktuell leiten wir eine klinische Studie unter Beteiligung von Experten aus Europa, Australien und Asien, in der untersucht wird, ob eine medizinische Behandlung auf Testosteronbasis die Reaktion der Eierstockstimulation verbessern kann. Andere Arbeiten konzentrieren sich auf die Analyse genetischer Variationen, die eine Prädisposition für ein geringes Ansprechen darstellen, um so die geeigneten Arzneimittel auswählen zu können, die je nach Profil der Patientin zu einem besseren Ansprechen auf die Eierstockstimulation führen können. In der Genetik sowie in der Medizin im Allgemeinen geht die Zukunft hin zur Entwicklung von Behandlungen, die genau auf die einzelne Patientin zugeschnitten sind.

 

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